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English Description: Dealing with risk technology remains particularly contentious since Fukushima. The second half of the 20th century records significant productivity in the chemical industry in West Germany, with the consequences of environmental pollution and the increasing potential for disaster and harm. But where are the i ncentives to seek out the responsible companies in order to correct the problematic consequences? Do the social expectations for a clean environment and a safe daily life relate to the economic bear any influence on the strategic decisions of businesses? Thilo Jungkind pursues these questions concerning the changes of responsible business actions from the perspective of business history. He adds to economic theories of business practices by first drawing on neo-industrial theories of organization and thereby he works out a model of business actions within social values. The author features the development in the risk culture and incident management in the firms Bayer and Henkel, in which he establishes a connection between transformed social expectations and business practices.
German Description: Der Umgang mit Risikotechnologien bleibt insbesondere seit Fukushima umstritten. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts verzeichnete enorme Produktionszuwächse der chemischen Industrie in Westdeutschland. Umweltverschmutzungen und gesteigerte Gefahrenpotentiale waren die Folge. Wo sind aber aus Sicht der verursachenden Unternehmen die Anreize zu suchen, die problematischen Verhältnisse zu korrigieren? Besitzen gesellschaftliche Erwartungen nach einer sauberen Umwelt und einem gefahrlosen Lebensalltag Wirkungsmacht auf strategische Entscheidungen eines Unternehmens?
Diesen Fragen nach Veränderungen eines verantwortungsvollen unternehmerischen Handelns geht Thilo Jungkind aus unternehmensgeschichtlicher Perspektive nach. Er ergänzt hierfür ökonomische Handlungstheorien, indem er erstmals auf die neoinstitutionalistische Organisationstheorie zurückgreift. So gelingt ihm der Entwurf eines Handlungsmodells des Unternehmens im gesellschaftlichen Wertewandel. Der Autor zeigt die Entwicklungen in der Risikokultur und im Störfallverhalten der Firmen Bayer und Henkel, indem er eine Verbindung von transformierten gesellschaftlichen Erwartungen und unternehmerischen Praktiken herstellt.
German Description: Der Umgang mit Risikotechnologien bleibt insbesondere seit Fukushima umstritten. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts verzeichnete enorme Produktionszuwächse der chemischen Industrie in Westdeutschland. Umweltverschmutzungen und gesteigerte Gefahrenpotentiale waren die Folge. Wo sind aber aus Sicht der verursachenden Unternehmen die Anreize zu suchen, die problematischen Verhältnisse zu korrigieren? Besitzen gesellschaftliche Erwartungen nach einer sauberen Umwelt und einem gefahrlosen Lebensalltag Wirkungsmacht auf strategische Entscheidungen eines Unternehmens?
Diesen Fragen nach Veränderungen eines verantwortungsvollen unternehmerischen Handelns geht Thilo Jungkind aus unternehmensgeschichtlicher Perspektive nach. Er ergänzt hierfür ökonomische Handlungstheorien, indem er erstmals auf die neoinstitutionalistische Organisationstheorie zurückgreift. So gelingt ihm der Entwurf eines Handlungsmodells des Unternehmens im gesellschaftlichen Wertewandel. Der Autor zeigt die Entwicklungen in der Risikokultur und im Störfallverhalten der Firmen Bayer und Henkel, indem er eine Verbindung von transformierten gesellschaftlichen Erwartungen und unternehmerischen Praktiken herstellt.
