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Das 20. Jahrhundert kann man mit einigem Recht ein Jahrhundert der reformationsgeschichtlichen Forschung nennen, was sowohl auf die evangelische als auch auf die katholische Theologie zutrifft. Nach Jahrhunderten der kontroverstheologischen Abrechnungen begann sich in der katholischen Kirchengeschichtsforschung ein gewisses Verständnis der Reformation und den den Reformatoren gegenüber abzuzeichnen. Das Institut für Ökumenische Forschung des Lutherischen Weltbundes in Strasbourg und das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn haben herausragende Vertreter der katholischen Lutherforschung – Johannes Brosseder, Otto Hermann Pesch, Jos Vercruysse und Jared Wicks – gebeten zu beschreiben, was ihnen Luther bedeutet. In diesen Beiträgen werden Persönliches in der eigenen Grundhaltung zu Luther und der Reformation, der eigene Weg zu Luther (die Hinführung), aber auch wichtige Ergebnisse der eigenen Forschung und schließlich Stationen der Auseinandersetzung mit evangelischen Forschern angesprochen und beschrieben. So entsteht ein Gesamtbild des eigenen Forschungsweges, der eigenen Erkenntnisse und des Selbstverständnisses der katholischen Forscher.
