Handel in Krisenzeiten: Ägyptische-mykenische Handelsbeziehungen in der Ramessidenzeit [Paperback]

Birgit Schiller(Author)

$70.00
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ISBN: 9781784918675 | Published by: Archaeopress Archaeology | Year of Publication: 2018 | 218p, H11.5 x W8, Illustrated throughout in color and black & white
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Handel in Krisenzeiten: Ägyptische-mykenische Handelsbeziehungen in der Ramessidenzeit

Details

This book provides an overview of the sites of Mycenaean pottery finds in Egypt and Nubia. Data from thirty-six sites in Egypt and twelve sites in Nubia are presented. The context of the vessels and sherds dates from the reign of Akhenaten (18th Dynasty) to that of Ramesses VI (20th Dynasty). The imported vessels were found in the capital cities as well as in fortresses, other cities and tombs. Stirrup jars and flasks came to light frequently. Copies of Mycenaean stirrup jars made from clay, faience and stone were also found. The oldest sherd of an imitation vessel was found in Amarna; hence, the Mycenaean vessel shape (stirrup jar prevailing) was copied outside of Mycenaean Greece in the 18th Dynasty and filled with local liquids—possibly oil—and traded with Egypt. Egyptians not only imported vessels from the Levant but also produced imitation vessels themselves. Apparently, these vessels circulated only within Egypt. Chemical analyses of sherds from different sites reveal that the vessels found in 18th Dynasty contexts were made on the Mycenaean mainland. During the Ramesside period (19th–20th Dynasty) trading contacts with Mycenaean Greece shifted to Cyprus, where high quality Mycenaean pottery was produced. | Dieses Buch gibt eine Übersicht über die in Ägypten und Nubien gefundene mykenische Keramik. An 36 Orten in Ägypten und an 12 verschiedenen Stellen in Nubien kam sie ans Tageslicht. Zeitlich reichen die Funde von der Regierungszeit Echnatons (18. Dynastie) bis zu Ramses VI. (20. Dynastie). Die Gefäße wurden im Wohnbereich, mithin bei den Lebenden, wie auch als Grabbeigabe, für das Leben im Jenseits verwendet. Das militärische Personal wurde ebenfalls mit mykenischen Produkten, vermutlich Öl, versorgt. Eine Auflistung der Nachahmungen mykenischer Bügelkannen, die aus Ton, Fayence und Stein (Kalzit) gefertigt wurden, findet sich ebenfalls hier. Die älteste Nachahmung (sog. Simple Style-Keramik) stammt aus Amarna, so dass deren Import etwa gleichzeitig mit dem Import der Ware aus dem mykenischen Gebiet beginnt. So sind sie teils aus der Levante kommend mit lokaler Flüssigkeit – vermutlich Öl – nach Ägypten verhandelt worden. Auch die Ägypter haben ihrerseits die Bügelkanne nachgemacht, wobei gerade die Tongefäße wohl eher für den heimischen Markt gedacht waren. Chemische Analysen des Tons haben ergeben, dass die Keramik, die in Kontexten der 18. Dynastie gefunden wurde, aus dem mykenischen Kernland, der Argolis, stammt. Während der Ramessidenzeit (19.-20. Dynastie) verlagerte sich der Handel nach Zypern, wo hochwertige mykenische Keramik hergestellt wurde.

Table of Contents

Vorwort

Summary

1 - Einleitung

2 - Der Handel im 13. Jh. v. Chr.

3 - Mykenische und mykenisierende Importkeramik in Ägypten

4 - Mykenische und mykenisierende Importkeramik in Nubien

5 - Zusammenfassung: Mykenische Keramik in Ägypten und Nubien

6 - Imitate mykenischer Keramik in Ägypten und Nubien

7 - ‚Krisenzeiten‘

8 - Handel mit Olivenöl im Neuen Reich

9 - Der Handel im 12. Jh. v. Chr.

10 - Schluß

Bibliographie

Register der Gefäßtypen

Register der Museen und Archive

Register der Imitate aus Ägypten und Nubien

Abbildungsnachweis

Appendix: Sesebi

Katalog

Karten

Tafeln

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